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Stellungnahme Prostituiertenschutzgesetz – ProstSchG Deutschland

Wir, der Europäische Berufsverband der Sexological Bodyworkers (EASB - European Association of Sexological Bodyworkers), sind ein Verein mit Sitz in der Schweiz.

Unser Ziel ist…

 

Was verstehen wir unter dem Beruf Sexological Bodywork:

Sexological Bodywork ist eine Methode, welche Menschen zu neuen Erfahrungen mit ihrem Körper, ihrer Sinneswahrnehmung und ihrer Sexualität begleitet. Im Vergleich zur Sexualberatung oder Sexualtherapie bezieht Sexological Bodywork Berührung und Massage, auch im Genitalbereich, in die Arbeit mit ein. Lernen wird durch das Erleben am eigenen Körper vertieft. Durch das somatische Lernen kann das emotionale und erotische Potential, welches unser Körper in sich birgt, erweitert und vertieft werden.

 

Sexological Bodyworker wenden eine Vielzahl von Methoden an, um Menschen zu mehr Körperbewusstsein und einem Gefühl des „Verbunden-Seins“ (Embodiment) mit ihrem eigenen Körper zu begleiten:

 

Somatische Sexualberatung:

Wissensvermittlung rund um die Fragen der Sexualität:

Körperorientierte Sexualarbeit:

 

Für wen ist Sexological Bodywork
Sexological Bodywork ist für Menschen, die sich ein bereicherndes und erfüllendes Sexualleben wünschen, Sexualität als fortdauernde Lern- und Entwicklungschance betrachten, neue Wege in Ihrer Sexualität und Intimität beschreiten und ihr erotisches Potential erweitern möchten. Mit Sexological Bodywork ist es auch möglich, Schwierigkeiten und Schmerzen zu überwinden.

 
Einige Gründe, welche Menschen veranlassen, Sexological Bodywork in Anspruch zu nehmen:

Struktur einer Sexological Bodywork Sitzung:
Eine Sitzung dauert in der Regel zwei bis drei Stunden und beinhaltet Beratungsgespräch und Körperarbeit.

Da das somatische Lernen eine Integrationsphase erfordert, empfiehlt es sich, eine Begleitung über einen gewissen Zeitraum zu planen. Das können zum Beispiel 5 Sitzungen in einem Zeitraum von etwa 6 Monaten sein, wobei die Klienten eingeladen sind, zwischen den Terminen ihren Zielen entsprechende Übungen und Aufgaben zu machen.

Geschichtliches zu Sexological Bodywork:
Sexological Bodywork wurde von Dr. Josef Kramer in Kalifornien entwickelt und ist ursprünglich eine Methode, in der taoistische und tantrische Körperarbeit mit ressourcenorientiertem Coaching zusammenfliessen. Der Klient lernt seine Stärken zu nutzen und in sein Leben zu integrieren. Kramer entwickelte diese Methoden, damit homosexuelle Männer in den mit Aids-Angst behafteten Achtzigerjahren auch ohne direkten sexuellen Kontakt  eine befriedigende Sinnlichkeit leben konnten. Frühere Namen dieser Methode hiessen Body Electric School und Taoistische Erotische Massage. Zusammen mit Dr. Annie Sprinkle, einer führenden Persönlichkeit im Bereich „Befreiung der weiblichen Sexualität“, wurde Sexological Bodywork weiterentwickelt und wird heute in den USA, Südamerkika und mehreren Ländern Europas, und seit 2009 in der Schweiz am International Institute for Sexological Bodywork IISB® als Beruf gelehrt. Sexological Bodywork ist ein durch den Bundesstaat Kalifornien anerkannter Beruf. Neues Wissen fliesst laufend in die Aus-und Weiterbildung ein.

 

http://www.euro.who.int/de/health-topics/Life-stages/sexual-and-reproductive-health/news/news/2011/06/sexual-health-throughout-life/definition

Sexuelle und reproduktive Gesundheit

Definition gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden.

Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen.

Sexuelle Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, und zwar frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt. Sexuelle Gesundheit lässt sich nur erlangen und erhalten, wenn die sexuellen Rechte aller Menschen geachtet, geschützt und erfüllt werden.

Offensichtlich haben Gesetzgeber noch nicht erkannt, dass dieses Menschenrecht die Möglichkeit voraussetzt, es zu lernen – und dass dieses Lernen nur über den Körper möglich ist. Sexological Bodywork ist eine der bis heute wenigen Methoden dazu. Es bleibt noch viel zu tun, um sicherzustellen, dass Gesundheitspolitik und Gesetzgebung dies anerkennen und widerspiegeln.

 

Wir der Europäische Berufsverband der Sexological Bodyworkers (EASB - European Association of Sexological Bodyworkers) können weder uns als Verein noch unsere Mitglieder, welche das Ausbildungsdiplom IISB Sexological Bodyworker erworben haben oder in der Ausbildung sind, erkennen in gesetzlichen Definitionen von Prostitution (z.B.  in Deutschlands ProstituiertenSchutzGesetz - ProstSchG). Wir sehen weder uns als Verein noch unsere Mitglieder als Sexarbeiter/Prostituierte.
 

 

Der Vorstand